Durch erfolgreiches Remarketing Kunden (zurück)gewinnen

Für die Betreiber von Shops oder Websites ist es natürlich das oberste Ziel möglichst viele Besucher zu generieren. Vom klassischen Online Marketing bis hin zur Suchmaschinenoptimierung werden die unterschiedlichsten Werkzeuge genutzt, um Traffic und Sichtbarkeit zu generieren. Da ist es natürlich besonders ärgerlich, wenn ein Besucher auf die eigene Seite kommt und dort keine Conversion abschließt. Da man aber offensichtlich schon einmal das Interesse wecken konnte, versucht man nun durch andere Methoden den Besucher doch noch einzufangen. Die Stichworte sind hier Remarketing und Retargeting und erfreuen sich besonders im modernen Internet einer großen Beliebtheit.

Was sind Remarketing und Retargeting und wie unterscheiden sie sich?

In der Regel werden diese beiden Begriffe zusammen benutzt. Faktisch unterscheiden sie sich aber vor allem in der Nutzung der entsprechenden Werkzeuge. Sowohl das Remarketing als auch das Retargeting haben generell das Ziel, den Kontakt mit einem Besucher oder einem Kunden wiederherzustellen und dafür zu sorgen, dass sie am Ende vielleicht wieder auf der eigenen Seite landen. Schließlich sind der eigene Shop oder die eigene Website durch bereits geschehene Interaktionen im Gedächtnis, was den generellen Aufbau von Vertrauen einfacher macht.

Ein Beispiel: Ein Besucher ist durch Google im eigenen Shop gelandet und hat sich dort ein Produkt angesehen. Dadurch wurde bereits das Tracking aktiviert und kann nun gezielt mit Werbeanzeigen auch außerhalb der eigenen Seite genutzt werden. Es können über intelligente Werbesysteme nicht nur gezielte Angebote gemacht werden, man sammelt darüber hinaus weitere interessante Daten über die Besucher. Der gezielte Versuch den Kunden wieder in den Shop zu bringen, wäre ein klassisches Beispiel von Remarketing. Es geht um den individuellen Besucher und seine Interessen.

Der Unterschied: Retargeting hingegen funktioniert ein bisschen allgemeiner. Hier werden alle Besucher der eigenen Website mit der Hilfe von Google Ads oder Search Ads noch einmal angesprochen. Einige dürften das daher kennen, wenn man nach dem Besuch in einem Shop plötzlich überall im Internet Werbeanzeigen von dieser Marke wiedererkennt. Auf diese Weise wird nicht nur die Sichtbarkeit der eigenen Marke gesteigert, sondern auch die Chance erhöht, dass der Shop doch noch einmal besucht wird.

Im Prinzip unterscheiden sich diese beiden Spielarten also bei der Auswahl der Werkzeuge und darüber, ob eher eine allgemeine Masse an Besuchern angesprochen werden soll oder ein bestimmter Benutzer, dem man - dank der zur Verfügung stehenden Daten - gezielte Anzeigen für Produkte liefern kann, für die er oder sie sich vermutlich interessiert.

Was sind die Vorteile von Remarketing?

Am Ende des Tages sind Werkzeuge, die weitestgehend automatisiert laufen und nur regelmäßig mit neuen Daten gefüttert werden müssen, natürlich für jede Abteilung im Marketing ein Traum. Beim Remarketing und Retargeting kommt dazu, dass man auf diese Weise die eigene Sichtbarkeit spürbar erhöhen kann und im Gedächtnis der Besucher bleibt - was gerade in der heutigen Zeit von unschätzbaren Wert sein kann. Die Gründe dafür, dass diese beiden Werkzeuge eines modernen Ansatzes aus dem Marketing heute besonders im Bereich E-Commerce eine Selbstverständlichkeit sind, gehen aber noch weiter:

  • Verstärkte Conversion Rates, da die Besucher bereits im Zuge des Kaufprozess eingefangen werden. Der wichtige erste Schritt für die Kontaktaufnahme ist bereits erledigt.
  • Durch die technischen Möglichkeiten lassen sich unterschiedliche Taktiken für verschiedene Schritte der Customer Journey anwenden. So gibt es eine Anzeige für den Fall, dass ein Besucher zum ersten Mal auf der Seite war und eine andere für einen Besucher, der bereits ein Produkt in den Warenkorb gelegt hat.
  • Stärkere Markenbindung und Click Rates, da die Websit oder Marke beim Targeting bereits bekannt ist und somit ein Interesse geweckt wird.


Darüber hinaus liefern die Daten natürlich auch interessante weitere Informationen für das eigene Marketing und machen die generelle Optimierung in Hinblick auf Conversions deutlich einfacher. Genau das sind die Gründe, warum diese moderne Form von Remarketing heute immer häufiger genutzt wird. SEO ist dafür da, die Kunden das erste Mal auf die eigene Seite zu bringen. Mit einem Retargeting-Ansatz jedoch ist es möglich, die Kunden, die die Seite bereits entdeckt haben und bisher keine Conversion erzeugt haben, noch einmal auf die Produkte und Dienstleistungen hinzuweisen. Auf diese Weise können auch einige Verluste im ursprünglichen Marketing am Ende doch noch in einen Profit umgewandelt werden.

Welche Arten von Remarketing gibt es und wie werden diese eingesetzt?

In den meisten Fällen werden die Kampagnen in diesem Bereich mit der Hilfe von externen Angeboten realisiert. Bezahlte Anzeigen auf unterschiedlichen Plattformen sind hierfür der wohl einfachste Weg und genau da hält man sich in der Regel an die Big Player. Google hat beispielsweise mit dem Analytics-Remarketing eine eigene technische Option geschaffen, während Apple mit den Search Ads besonders auf den eigenen Plattformen einen Zugang bietet. Facebook Ads erlauben inzwischen auch entsprechende Kampagnen.
Auch Googles Displaynetzwerk bietet entsprechende Optionen. Es gibt aber auch viele unabhängige Anbieter mit entsprechenden Schnittstellen, die auf Millionen von Websites werben und außerhalb der Big Player eine Option sind.

Was sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Remarketing-Kampagne?

In der Regel sind es die Plattformen selbst, die die technischen Rahmen zur Verfügung stellen. Wer sich beispielsweise für eine Kampagne mit der Hilfe von Google Ads entscheidet, sollte eine entsprechende Verknüpfung mit Analytics und Adwords haben. Google verfügt dann in der Regel bereits über die wichtigsten Daten, die eine solche Kampagne erfolgreich werden lassen. Damit ausreichend Daten zur Verfügung stehen, gibt es entsprechende Mindestvoraussetzungen, die im Fall von Google beispielsweise so aussehen:

Google Display: Mindestens 100 Besucher in den letzten 30 Tagen
Google Search: Mindestens 1000 Besucher in den letzten 30 Tagen
YouTube: Mindestens 1000 Besucher in den letzten 30 Tagen
Facebook: Individuelle Anforderungen je nach Seite

Darüber hinaus gibt es für die Erstellung von Remarketing-Listen bei den unabhängigen Anbietern noch einmal andere Herausforderungen. Hier muss in der Regel die Schnittstelle mit Daten aus beispielsweise Google Analytics gefüttert werden, damit die entsprechenden Daten genutzt werden können.

Wie lässt sich eine Remarketing-Liste bei Google erstellen?

Die technische Seite der Erstellung ist eigentlich ganz einfach. Wer bezahlte Anzeigen mit einer Remarketing-Kampagne verknüpfen möchte, wird ein Google Konto und ein entsprechenden Zugang für Adwords und Google Analytics benötigen. Im Anschluss ist die eigentliche Erstellung der Liste ganz einfach. So lässt sich eine Remarketing-Liste mit einem Klick erstellen. Im Anschluss muss festgelegt werden, welche Variablen bei der Liste bedacht werden sollen. Geht es beispielsweise nur um die Besucher der eigenen Seite oder will man den Radius erweitern und auch Besucher in das Targeting aufnehmen, die ähnliche Suchvorlieben hatten?

Die Konfiguration einer solchen Liste kann eine Herausforderung sein - besonders dann, wenn man neu in dem Bereich ist oder eine neue Plattform nutzen möchte. Während es verschiedenste Anleitungen im Internet zu dem Thema gibt, ist es fast immer lohnenswert, sich für diesen Fall einen professionellen Partner zu suchen. Wir als Digitalagentur überprüfen nicht nur die verschiedenen Elemente einer guten Remarketing-Liste oder Retargeting-Liste, sondern helfen Ihnen auch bei der Erstellung und Optimierung. 

Lohnen sich Remarketing und Retargeting für meine Seite?

Es steckt ein gewisser Aufwand hinter einer guten Remarketing-Kampagne, aber der mögliche Ertrag macht es lohnenswert. Neben SEO-Maßnahmen haben sich Retargeting-Kampagnen in den letzten Jahren auch für kleine Unternehmen zu einem Garant für die Sichtbarkeit entwickelt. In der Regel ist kein großes Budget nötig, da die Fokussierung auf bestimmte Nutzer die Kosten für die Click Rate reduziert, weshalb es darüber hinaus auch für Einsteiger im Online Marketing eine Alternative bietet. Wichtig sind die ersten Schritte und die kontinuierliche Optimierung. Wir helfen Ihnen auf diese Art und Weise dabei, auf Ihrer  Website die Conversion Rate langfristig deutlich zu verbessern und unterstützen Sie bei der Umsetzung Ihrer erfolgreichen Remarketing-Kampagne.

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